Essen Selbst Anbauen – Ist deine Blumenerde Vegan & Nachhaltig?

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Ist es an der Zeit, dein eigenes Essen anzubauen? Da gibt es ein paar Dinge, die du vielleicht berücksichtigen möchtest. Denn es ist leicht, anzunehmen, dass der eigene Gemüseanbau ein recht nachhaltige Schritt ist.

Ganz klar bin ich keine Expertin in dem Bereich. Schließlich lerne ich weiter etwas dazu. Falls du also zusätzliche Informationen hast, teile sie bitte in den Kommentaren. Dankeschön 🙂

Pflanzenerde und Saatgut

In diesem Beitrag konzentriere ich mich auf das Thema Saatgut anziehen und die entsprechenden Pflanzenerden. Hier fängt der Weg in den eigenen Gemüsegarten schließlich an. Es gibt einige Anbieter mit samenfesten und salten Sorten. Hier ist eine kleine Auswahl: Bingenheimer Saatgut, Dreschflegel Saatgut, Saat und Gut, Beetfreunde, Magic Garden Seeds und Tomatenretter.

Es gibt eine große Auswahl an Saatgut zu kaufen. Ich bevorzuge biologisch angebautes und festes Saatgut. Samen sind magische kleinen Dinger. Sie beeinhalten genpügend Nährstoffe um den Keimling bis zu den ersten beiden echten Blättern zu versorgen. Danach bevorzugt das Pflänzchen es, wenn es Nährstoffe in dem Boden oder der Erde finden kann, in dem es gepflanzt wurde.

Jetzt könntest du natürlich einfach in den nächsten Blumenladen oder Baumarkt gehen und eine Tüte vorgefertigter Blumenerde kaufen. Diese Mischung ist gut abgestimmt und beeinhaltet alle nötigen Komponenten und Nährstoffe.

Bist nun eine vegane und nachhaltig denkende Person, solltest du dir bewusst sein, dass diese fertige Blumenerde nicht unbedingt deinen Ansprüchen genügen kann:

  • Sie kann tierische Produkte, Schlachthausabfälle, gemahlene Hufe und Hörner, Blut, Knochen und Tierhaare wie auch -federn beeinhalten.
  • Es können Düngemittel enthalten sein, die auf tierischen Bestandteilen basieren.
  • Sie kann künstliche Düngemittel enthalten, die bei der Herstellung einen großen CO2 Abdruck hinterlassen.
  • Sie kann Torf enthalten, welche zur Abrodung und der Zerstärung von CO2 Speichern führt.
  • – Sie ist wahrscheinlich in einer in Plastik abgefüllt Zum Glück gibt es Alternativen die vegan freundlich und nachhaltiger sind. ich lade euch hezlich ein, mir eure Ideen mitzuteilen, so dass ich sie hier mit auflisten kann.

Ideen für nachhaltige Blumenerde:

1. Erde vom lokalen Kompostwerk

Die meisten Städte haben ihr eigenes Kompostwerk. Das ist meine Anlaufstelle wenn ich größere Mengen benötige. Du kannst Erde in Anhängerladungen aber meistens auch in kleineren Mengen erwerben. Es ist meistens auch recht günstig.
Stelle sicher, dass keine tierischen Bestandteile oder Torf verwendet wurden.

2. Erde von Baumschulen und Gärtnereien

Das ist eine etwas andere Herangehensweise. In meinem Städtchen gibt es mehrere Baumschulen und Gärtnereien. Und alle haben einen Haufen Abfall-Erde vom Umtopfen oder Pflänzchen, die nicht überlebt haben oder die nicht verkauft wurden.
Oftmals liegt diese Erde einfach nur rum, da sie keine Verwendung dafür haben. Einfach mal nachfragen kann sich lohnen, vielleicht sind sie froh, wenn sie jemand haben will.
Achte darauf, dass auch hier Tierprodukte oder Torf in der Erde sein könnten. Außerdem, abhängig von dem Unternehmen, kann die Erde auch durch diverse Insektizide, Pestizide, Funghizide usw. belastet sein. Am besten vorher nachfragen.

3. Selbstgemachter Kompost

Eine meiner liebsten Lösungen, denn ich weiß was darin ist und es ist so regional wie nur irgend möglich. Ich könnte darüber (und werde wohl auch) eine ganze Menge schreiben.
Achte darauf, dass Kompost sehr reichhaltig und dicht ist. Deswegen bietet es sich an, etwas Rindenmulch oder Steinchen unterzumischen. Auf diese Weise wird die Masse lockerer. Und die Pflänzchen entwickeln besonders dichte Wurzeln wann sie immer auf ein Steinchen oder Holzstückchen stoßen.

4. Muttererde

Du kannst auch Muttererde (von der oberen Erdschicht, welche Humus enthält) direkt aus dem Garten oder von einem Maulwurfshügel verwenden. Oder kaufe sie beim Landschaftgärtnerbedarf. Die Qualität kann von Region zu Region unterschiedlich sein.
Achte darauf, dass die Erde nicht von einer mit Chemikalien belasteten Gegend kommt. Hier in Neuseeland wird beispielsweise die Muttererde entfernt und verkauft, wenn auf der Fläche ein Haus gebaut wird. War diese Fläche vorher für Jahrzehnte eine konventionelle Plantage, kann der Boden eine hohe Belastung von Spritzmitteln aufweisen.
Manche Leute bevorzugen es, die Erde in der Mikrowelle oder im Backofen zu sterilisieren, um ungewünschte Samen und Krankheitserreger abzutöten.

5. Fertig gemischte Anzugerde

Hast du keinen Zugang, zu den oben genannten Alternativen, kannst du immer noch auf die fertig gemische Anzuerde zugreifen. Es gibt vegane und torffreie Optionen. Diese ist aber in den meisten Fällen in Plastik verpackt.
Auf dieser Webseite hier konnte ich eine kleine Auflistung von in Deutschland erhältlicher veganer Blumenerden finden.

6. Fair gehandelte Kokosfasern oder Kokos Quelltabs

Herzlichen Dank an Jenny von fuchsteufelsgruen für die schönen Fotos ihrer Kokos Quelltabs und die süßen Erbsenpflänzchen 🙂

Kokosfaser Ziegel oder Tabs bestehen aus gepressten Kokosfasern und werden mit Wasser zum Aufquellen gebracht, bevor die Samen hineingesteckt werden. Sie eignen sich am besten für einzelne Plänzchen und kleinere Samen. Außerdem können sie schnell austrocknen, vorallem in direktem Sonnenlicht.
Achte darauf, fair gehandelte Kokosfasern zu kaufen. Bedenke, dass diese auch in Plastik verpackt sein können.

Alles Gute & viel Spaß beim Gärtnern

Ich hoffe ich konte euch mit diesem Beitrag eine gute Einführung in dieses Thema geben. Es gibt im Internet sehr viele Informationen dazu. Oder frage deine Biogartenfreunde oder -nachbarn. Mensch weiß nie, was für Quellen des Wissens diese sein können (wie es sich auch mit meinem Lieblinsgmensch herausstellte 😉 )
Falls ihr noch Ergänzungen habt, lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen. Dankeschön 🙂

Ein Gedanke zu „Essen Selbst Anbauen – Ist deine Blumenerde Vegan & Nachhaltig?

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